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Pressemeldung vom 17.11.2016
 

Nordhessische SPD-Landtagabgeordnete bei Hessen Mobil
Mehr Personal für Planung erforderlich

Eschwege. Einen Besuch des Gefahrenabwehrzentrums Eschwege und der hier unterge-brachten Tunnelleitzentrale Hessen, nutzen die nordhessischen SPD-Landtagsabgeordneten ("Nordhessenrunde") auch, um sich von Hessen Mobil-Mitarbeitern über den aktuellen Stand der Baumaßnahmen und die Zeitschiene für den Bau der Autobahn A 44 informieren zu las-sen. "Wir haben erfahren, dass zwischen Helsa und Wommen ‚wenn alles gut geht' bis 2022 alles fertig sein wird", freut sich der örtliche Landtagsabgeordnete Lothar Quanz. Weniger erfreulich seien die weiterhin bestehenden Probleme zwischen Kassel-Ost und Helsa. Zwar sei der lange diskutierte Rückbau der B 7 inzwischen vom Tisch, so dass eine leistungsfähige Straße als Ausweichstrecke für Stauereignisse zur Verfügung stehen werde, "dem Kasseler Osten ist aber der Erhalt der Autobahnabfahrt Kassel-Ost besonders wichtig", macht Timon Gremmels aus Niestetal klar. Ein Wegfall dieser Anschlussstelle würde insbesondere LKW zu einer Fahrt ins Stadtgebiet zwingen und werde die Dresdener Straße erheblich belasten", so seine Befürchtung. "Für das elf Kilometer lange Teilstück zwischen Kassel und Helsa besteht leider noch immer erheblicher Diskussions und Abstimmungsbedarf!"

Thema des Gesprächs mit Verantwortlichen von Hessen Mobil waren auch die Auswirkungen der 2011 durchgeführten Umstrukturierungen der Landesverkehrsbehörde. "Wir haben auf Kritik reagiert und Hessen seit dem Jahreswechsel in sechs Regionen aufgeteilt, die alle gleich strukturiert sind", erklärt Peter Wöbbeking, Regionaler Bevollmächtigter für Osthes-sen mit Sitz in Eschwege. "Die Regionalen Bevollmächtigten sind die direkten Ansprechpart-ner in ihrer Region und stellen die Verbindungen zu den jeweils zuständigen Fachabteilungen her." Arbeitsschwerpunkt seien aktuell die Erhaltung von Brücken und Großbrücken. Auf-grund stetig steigender gesetzlicher Anforderungen wachse auch der Planungsaufwand und der Bedarf an Fachkräften. "Jetzt rächt sich, dass zwischen 2011 und 2014 300 Stellen abge-baut wurden", stellt Brigitte Hofmeyer, die Sprecherin der Nordhessenrunde klar. "Neue qualifizierte Mitarbeiter sind schwer zu bekommen, und deshalb hat die externe Vergabe von Ingenieurleistungen in Hessen inzwischen ein Allzeithoch von 54 Mio. Euro erreicht." Auch hier erweise sich, dass Personalabbau der falsche Weg zur Kostenreduzierung sei. "Hessen schafft es häufig nicht, Planungsarbeiten für vom Bund finanzierte Straßenbaupro-jekte fristgerecht abzuschließen. Es besteht die Gefahr, dass nicht alle vorhandenen Mittel verplant bzw. verbaut werden können und schlimmstenfalls sogar zurückgegeben werden müssen", so die Kritik der nordhessischen SPD-Politiker. "Weil zu wenig geplant wird, wer-den zu wenige Straßen saniert bzw. gebaut."

Kritisch sehen die SPD-Politiker die Idee, alle vom Bund finanzierten Straßenbauprojekte durch eine neue, zentral gesteuerte Bundesfernstraßengesellschaft bearbeiten zu lassen. "Wir brauchen örtlich vernetzte Straßenbehörden und sind von der Leistungsfähigkeit von Hessen Mobil überzeugt, wenn das Personal bedarfsgerecht aufgestockt und die Projektver-antwortlichen wieder vor Ort konzentriert werden", sagt Hofmeyer.