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 Biografie

Hessischer Verdienstorden
Drei Fußballer, zwei Weltmeister, eine Auszeichnung

Eine große Ehre war es für mich, aber ganz sicher auch für die beiden Fußballweltmeister von 1974 Jürgen Grabowski und Bernd Hölzenbein, als wir am 3. Dezember im Schloss Biebrich vom Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier mit dem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet wurden.

 

Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums der Einführung des Hessischen Verdienstordens durch den damaligen Ministerpräsidenten Dr. Walter Wallmann wurden fünfundzwanzig hessische Persönlichkeiten besonders für ihr vorbildliches ehrenamtliches Engagement geehrt. Verschiedene gesellschaftliche Bereiche wurden dabei berücksichtigt und wichtige Repräsentanten erhielten für ihre Verdienste um das Gemeinwohl des Landes Hessen diese hohe Auszeichnung.
So wurde für den Bereich des Sports neben den beiden Fußballern u.a. auch Frau Ann Kathrin Linsenhoff für ihre Verdienste um den Reitsport geehrt, für Verdienste um die wirtschaftliche Entwicklung Hessens u.a. Dr. Jürgen Heraeus und der Bankier Friedrich von Metzler, für den kulturellen Bereich u.a. Johannes „Johnny“ Klinke (Theaterdirektor Tigerpalast) und Bernd Leifeld (Geschäftsführer documenta), für ehrenamtliches Engagement aus dem Bereich der Politik neben mir u.a. Staatsminister a.D. Dieter Posch und Evelin Schönhut-Keil (Landtagsvizepräsidentin a.D.).
In einem würdigen Rahmen fand die Ehrung insgesamt statt, und dem fast 90-jährigen Künstler Ferry Ahrlé blieb es vorbehalten im Namen aller Geehrten mit launigen und humorvollen Worten den Dank für alle auszusprechen. 

Wurzeln

Um einen Einblick zu vermitteln, wo meine Wurzeln sind, möchte ich Ihnen ein wenig aus meinem Lebenslauf erzählen: Geboren und aufgewachsen bin ich in Rothenkirchen (heute Gemeinde Burghaun im Kreis Fulda). Das dörfliche Leben in den fünfzigern und anfangs der sechziger Jahre prägte meine ersten Lebenserfahrungen. Einen Großteil des regen Vereinslebens meines Heimatortes spielte sich in der Gastwirtschaft meiner Eltern ab, die außerdem eine Metzgerei betrieben. Hier sind die Wurzeln meiner ausgeprägten Vereinstätigkeiten, die bis heute anhalten, zu finden.
Ich war damals in nahezu allen Vereinen meines Geburtsdorfes aktiv und half in der Metzgerei und der Gastwirtschaft häufig meinen Eltern.

Besonders der Fußball hatte es mir angetan: Ich spielte recht erfolgreich in verschiedenen Jugend- und Auswahlmannschaften.
Wahrscheinlich war es die Liebe zum Sport, die mich dann auch zum Studium dieses Faches bewegte. Während der Studienzeit in Gießen, von 1968 - 1974, spielte ich dann u.a. für den VfB Gießen und später ein Jahr bei der Eintracht Wetzlar, selbstverständlich auch bei meinem Heimatverein "Roland" Rothenkirchen. Dem Fußball bin ich in verschiedenen Funktionen auch in der Landtagself treu geblieben.

 

Hessentag 2013 in Kassel

Noch immer übt ein Fußball einen besonderen Reiz auf mich aus. Und noch immer kann ich das eine oder das andere kleine technische Kabinettstückchen zeigen. Nicht wenige Fußballfreunde meinen bis heute zu Recht, dass ich schon immer sehr ballverliebt war. Dem will ich nicht widersprechen! Gerne erinnere ich mich an meine Fußballaktivitäten und so manche sportlichen Erfolge. Bei den Spielen der Landtagsmannschaft bin ich bis heute mit dem Herzen dabei. Der Hessentags Stadt Kassel 2013 wünschte ich dass nicht nur die Huskies im Eishockey bundesweit Aufmerksamkeit erregen, sondern dass der Traditionsverein KSV künftig weit über Hessen hinaus im Fußball ein neues erfolgreiches Kapitel seiner Geschichte schreiben kann.

 

Politische Gehversuche

Politisch war ich von Kindheit an äußerst interessiert an geschichtlichen Themen, mit denen ich mich zum Teil auch literarisch befasste. Das politische Handwerk erlernte ich gewissermaßen als Klassensprecher und später auch als Mitglied im Schulsprecherteam auf dem Wigbert-Gymnasium in Hünfeld, welches ich von 1960 bis 1968 besuchte. Später betätigte ich mich während des Studiums auch als ein Sprecher für den Fachbereich Sport über mehrere Semester hinweg.
Das Studium war geprägt durch die typischen Strömungen und Bewegungen der s.g. "68er-Zeit". Mit großem politischen Interesse und auch engagierter Selbstorganisation betrieben wir mit einer Gruppe von Sportstudenten ein überaus tiefreichendes Studium im Bereich der Sportwissenschaften, aber auch in Germanistik und Politik. Dabei waren unsere Einstellungen und unsere Aktivitäten zwar nie revolutionär, jedoch geprägt von einem hochmotivierten Reformeifer, die Studieninhalte und insbesondere auch die Lehrerausbildung einer neuen Zeit anzupassen.


In der SPD Farbe bekennen

Angesteckt durch die Umbrüche und Reformen jener Jahre wurde ich mehr und mehr politisiert und dabei auch auf die politischen Parteien verwiesen. Da blieb es dann nicht aus politisch "Farbe zu bekennen": 1972 trat ich in die SPD ein, noch in meinem heimatlichen Ortsverein Rothenkirchen.
Die politische Arbeit in der SPD begann ab 1976 in meinem neuen Heimatort Eschwege. Dorthin war ich im Februar diesen Jahres gemeinsam mit meiner Ehefrau gezogen, um meine erste Stelle als Studienrat an der Friedrich-Wilhelm-Schule (Gymnasium) in Eschwege anzutreten. Von Anfang an betätigte ich mich dabei in der Arbeit des Ortsvereins, besonders bei der Vorbereitung und Durchführung der Wahlkämpfe. 1981 wurde ich dann vom Eschweger SPD-Ortsverein für den Kreistag des Werra-Meißner-Kreises nominiert, dem ich bis heute angehöre.
Seit dieser Zeit habe ich in vielen Ausschüssen mitgearbeitet und bin nunmehr seit 1997 Fraktionsvorsitzender meiner Partei. Dazu kam bald die Arbeit auch im Vorstand des SPD-Unterbezirks Werra-Meißner, dem ich seit Mitte der 80er Jahre bis heute angehöre. Den Vorsitz der SPD im Werra-Meißner-Kreis übernahm ich im Jahre 1989, nach 14 Jahren als Vorsitzender gab ich diese wichtige und interessante Funktion im April 2003 ab an Stefan Reuß, unseren heutigen Landrat.

Politik als Beruf

In dieser so wichtigen ehrenamtlichen politischen Arbeit über viele Jahre hinweg liegen die Wurzeln und auch die Beweggründe, dass nunmehr seit 1995 die Politik zu meinem Beruf wurde. Die Übernahme eines Mandats für den Hessischen Landtag ist gewissermaßen das Ergebnis einer bis in die Kindheit zurückreichenden Sozialisierung, dem Vorhandensein einer Neugierde und eines Antriebes für Politik. Die wenige Freizeit, die in den Jahren bis heute geblieben ist, gestalte ich am liebsten mit meiner Familie, treibe noch ein wenig Freizeitsport (z.B. Nordic Walking), um mich körperlich fit zu halten. Dazu kommen immer wieder Besuche bei unterschiedlichen kulturellen Veranstaltungen, damit auch der Geist die notwendige Fitness erfährt.